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Übersicht OrgWeb Anregungen/Verbesserung/Kritik Schulführungshandbuch Inhalt 0 - Rahmenbedingungen der Schulführung 1 - Schulleitung 2 - Berufliche Grundbildung 3 - Weiterbildungsangebot 3.1 - Vorbereitung 3.2 - Organisation / Administration 3.3 - Unterrichtsdurchführung 3.4 - Gesamtevaluation der Ausbildungsleistung (durch die TBZ) 4 - Marketing 5 - Dienste und Support 6 - Laufende Weiterentwicklungen und Anpassungen Schulorganisationsblätter Formulare Dokumente Funktionen je Nutzergruppe

3.1     Vorbereitung    
 
Wir kennen die Bedürfnisse unserer Kunden. Mit Kunden meinen wir einerseits die einzelnen Weiterbildungswilligen. Anderseits die Branchenverbände als kollektive Repräsentanten für Weiterbildungsbedürfnisse ganzer Branchen.

Etwas schwieriger zu beschreiben ist, auf welchen Wegen und bei welchen Gelegenheiten wir zur Formulierung dieser Bedürfnisse gelangen. Dazu tragen eine Fülle von Kontakten und auch gezielte Massnahmen bei, welche bewusst immer darauf abzielen, Veränderungen in den Bedürfnissen wahrzunehmen. Im Wesentlichen: Sehr viele der nachfolgenden Prozesse von Kapitel 3.2 bis 3.4 sind so ausgelegt, dass sie als permanente Seismographen und Feedback-Elemente dienen. Die Ermittlung der Bedürfnisse ist somit kein einmaliger, technokratischer Akt sondern vielmehr Ergebnis einer ständigen Sensibilität.

Basis aller Vorbereitungshandlungen ist das Wissen über das Ziel der entsprechenden Ausbildung.

Während die Zieldefinition im Bereich der Kurse durch den Einzelthemen-Charakter im Allgemeinen leicht fällt, sieht sich die Schule bei der Ausgestaltung von Lehrgängen einer Fülle von komplexen Problemstellungen gegenüber.

Die Anforderungen an Lehrgänge weisen oft mehrdeutige, zum Teil widersprüchliche Zielsetzungen auf. Für Teilnehmende liegt ein vordergründiges Ziel sicher im Erwerb des mit der Ausbildung verknüpften höheren beruflichen Diploms. Die Berufsverbände generieren ein idealtypisches Robot-Berufsbild, welches mit dem entsprechenden Titel assoziiert werden soll. Die Arbeitgeber pflegen unabhängig davon eigene Visionen, was ein bestimmter höherer Berufsabschluss an Fertigkeiten gewährleisten soll. Öfter sind mehrere Akteure am Lernprozess verantwortlich mitbeteiligt. So teilen sich die Lehrgänge zum Beispiel in solche mit externer und solche mit interner Trägerschaft der Abschlussprüfung.

Als Erstes müssen somit die Einflussfaktoren auf die Ausbildungskonzeption aus teilweise unterschiedlichen Quellen erhoben werden.
Das Zusammenstellen einer entsprechenden Übersicht über die lernzielrelevanten Dokumente sowie das Konzipieren des zeitlichen Umfanges einer Ausbildung in Form einer Stundentafel bilden die eigentlichen Lehrgangs-Grundlagen S3.1-01. Diese unterliegen einem ständigen Anpassungsprozess. So muss namentlich die Stundentafel im Interesse spontaner Optimierungschancen oftmals einer Art „rollender Planung“ unterworfen werden.

Zu einer situativ orientierten, vertieften Bedürfnisabklärung ziehen wir die verschiedensten flankierenden Massnahmen bei, welche im Wesentlichen durch die Erfahrung und das Informations-Netzwerk der Abteilungsleitungen gewährleistet werden können.

In gleicher Weise obliegt die Gewinnung geeigneter Referenten vorwiegend den Abteilungsleitern. Sofern die Ausbildungsinhalte nahe genug beim Know-how von intern verfügbarem Lehrpersonal liegen, hat dieses Vorrang. Wo ein besonders enger Praxisbezug und/oder besonders spezifisches Branchenwissen gefordert ist, führen Recherchen in den einschlägigen Branchenkreisen sehr oft zu den gesuchten Referenten. Allerdings sind externe Referenten grundsätzlich weniger disponibel, weshalb diesem Aspekt bereits bei der Personalrekrutierung besondere Beachtung zukommt.

Folgende Formulare kommen bei der Personalrekrutierung zur Anwendung:
TBZ-Personalblatt F3.1-01; erstmalige Einstufung F3.1-02; Anstellungsverfügungen (Ansichtsdokument: D3.1-01); ergänzende Personalangaben (kantonales Formular).
Die administrativen Belange beim Neueintritt, aber auch beim Austritt einer Lehrperson werden unter anderem durch Eintritt bzw. Austritt einer Lehrperson F3.1-05 unterstützt. Die Einführung einer neuen Lehrperson erfolgt in der Regel durch einen Vertreter der Abteilungsleitung.

Schulinterne Lehrpläne, für welche die Abteilungsleitung verantwortlich ist, setzen sich einerseits aus den Vorgaben von übergeordneten Reglementen, Stoffplänen etc. zusammen. Anderseits formulieren die Lehrpersonen selbst - soweit dies angezeigt erscheint - ergänzende Lernziele. Die Lernziele der Lehrgänge setzen sich auf diese Weise meist aus mehreren Quellen zusammen. Bei den Kursen ist die Lehrperson alleiniger Ersteller entsprechender Lernschritt-Formulierungen. Das Erstellen von Lernziel-Katalogen pro Unterrichtsfach ist in S3.1-02 geregelt.

Zur Unterrichtsvorbereitung zählen wir auch das rechtzeitige Bereitstellen der Unterrichtshilfsmittel für die Lehrperson selbst sowie für die Lernenden. Lernunterlagen, die den Teilnehmenden ausgehändigt werden, müssen nach einer einheitlichen Vorlage gestaltet sein: Skripten und Arbeitsblätter S3.1-03, Skript-Vorlage word 2010 (F3.1-03; im Schulnetz: word/Datei/neu/Persönliche Unterlagenzum Speichern auf eigenem PC, Ausführliche Beschreibung zur Skript-Vorlage D3.1-04, Kurzanleitung zur Skript-Vorlage D3.1-05.

Um den heutigen Anforderungen externer Bewertungsstellen an die Grundqualifikation aller Lehrpersonen in angemessener Weise Rechnung zu tragen, engagiert sich die TBZ für die pädagogische und fachliche Bildung ihrer Referentinnen und Referenten. S3.1-04 beschreibt den TBZ-Standard bezüglich Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen im Unterricht des Weiterbildungsangebotes.

Jede Abteilung hat Kenntnis über die Aktivitäten, welche von ihren Lehrpersonen für die persönliche Weiterbildung angestrengt werden. Als Zielsetzung gilt, dass sich jede Lehrperson über mindestens eine jährliche Weiterbildungsaktivität in ihrem Fachgebiet oder in pädagogischer Hinsicht ausweisen kann. Die Abteilungsleitung führt eine entsprechende Liste.


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